Was ist Mobbing?

Ein Phänomen, das für Schülerinnen und Schüler sehr relevant ist, ist Mobbing (englisch: Bullying). Mobbing ist eine Subkategorie aggressiven Verhaltens, das von einem Einzeltäter oder einer ganzen Gruppe über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird, mit dem Ziel ein schwächeres Opfer oder eine ganze Gruppe von schwächeren Opfern absichtlich zu schädigen oder zu verletzen. Das Verhalten kann offen (körperlich, verbal) oder verdeckt (sozialer Ausschluss, Gerüchte verbreiten) ablaufen. Mobbing ist durch ein Machtungleichgewicht in der Beziehung zwischen Opfern und TäterInnen gekennzeichnet. Es handelt sich um eine asymmetrische Beziehung, wodurch es für das Opfer nur schwer möglich ist, der negativen Beziehungsdynamik zu entkommen.

Im Unterschied zu unsystematischen, einmaligen Gewalterfahrungen (die natürlich auch sehr schwerwiegend sein können), handelt es sich bei Mobbing um systematische, über einen längeren Zeitraum gehende Übergriffe, gegen die sich Opfer nur sehr schwer wehren können. Aufgrund des systematischen Auftretens sind die Folgen von Mobbing in der Regel gravierender, als von einmaligen Gewalthandlungen.