Buben sind so - sind sie so?
"Buben sind so - sind sie so?”
Die Broschüre will für das Thema Bubenarbeit im Unterricht
sensibilisieren; sie enthält Hintergrundinformationen zu Theorie und
Praxis sowie Übungen und Spiele zur Umsetzung von Bubenarbeit in und
außerhalb der Schule.
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Cecilia A. Essau & Judith Conradt. Aggression bei Kindern und Jugendlichen.
Reinhardt, UTB, 2004.
Gewaltexzesse bei Schülern kommen schnell in die Schlagzeilen. Doch was weiß man eigentlich über Ursachen und Entstehungsbedingungen aggressiven Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen? Dieses Lehrbuch vermittelt einen systematischen Überblick über den Stand der psychologischen Forschung. Die Autorinnen führen in Diagnostik und Erhebungsmethoden ein und informieren über Häufigkeit und den Zusammenhang mit Alter und Geschlecht. Dargestellt werden psychologische Entstehungsmodelle und soziale, biologische und kognitive Risikofaktoren. Abschließend werden Möglichkeiten therapeutischer Prävention und Intervention geschildert. Die Marginalienspalte mit Schlüsselbegriffen, zahlreiche Übungsfragen und ein Glossar erleichtern Studierenden das Lernen und helfen bei der gezielten Prüfungsvorbereitung.
Christa Kolodej. Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz und seine Bewältigung
Facultas Universitätsverlag. 2. Auflage, 2005.
Die Expertin Christa Kolodej gibt Auskunft über Ursachen, Wirkungen und mögliche Maßnahmen der Bewältigung von Mobbing.
Das Buch analysiert Entstehung, Verlauf und Folgen sowie mögliche Prävention und Intervention bei Mobbing. Es zeigt sich, dass sein Auftreten von Unternehmenskultur, Führungsstil und Personalpolitik wesentlich abhängt.
Mobbing verläuft in verschieden Phasen. Es beginnt mit Verstimmung und geht über den Schlagabtausch bis zur Vernichtung, auch wenn der Angreifer dabei mit dem Opfer selbst im Abgrund einer sozialen Katastrophe versinkt.
Die Autorin nähert sich dem Phänomen auf wissenschaftlicher Basis, allerdings ohne je die Praxis aus den Augen zu lassen. Die Ergebnisse der empirischen Mobbingforschung: Verbreitung, Häufigkeit des Auftretens, Alter und Position der Betroffenen sowie geschlechtsspezifische Unterschiede bei Angriff und Abwehr sind sehr informativ. (So gilt zum Beispiel als gesichert, dass Frauen das soziale, Männer das berufliche Ansehen des Opfers zu schädigen versuchen.)
Der entscheidende Vorzug des Buches liegt darin, dass Ursachen, Wirkungen und mögliche Maßnahmen der Intervention und der Bewältigung anhand von Fallbeispielen aus der Praxis gezeigt werden. Im Anhang finden sich überdies Listen und Übersichten über die häufigsten Mobbinghandlungen, Muster für Betriebsvereinbarungen, die den Untersuchungen zugrunde liegenden Fragebögen sowie ein ausführliches Sachregister.
Das Buch ist somit ein ebenso überschaubarer wie umfassender Einstieg in die Thematik mit zahlreichen praktischen Hinweisen zur individuellen und gemeinsamen Bewältigung des Psychoterrors am Arbeitsplatz.
Dan Olweus, Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten - und tun können
Verlag Huber Bern, 4. Auflage, 2006
Gewalt unter Schulkindern ist zweifellos ein sehr altes Phänomen. Die Tatsache, dass einige Kinder häufig und systematisch von anderen Kindern gemobbt und angegriffen werden, wurde in Werken der Literatur beschrieben, und viele Erwachsene haben damit Erfahrung aus ihrer eigenen Schulzeit. In den letzten Jahren hat dieses Problem an Schärfe deutlich zugenommen. Der Norweger Olweus hat nun ein Interventionsprogramm entwickelt, das Abhilfe schaffen kann. Wie reagiert man pädagogisch richtig auf die Gewaltopfer? Wie kann man in der Schule, in der Klasse und im Konflikt mit einzelnen Schülern und Schülerinnen der Gewalt entgegenwirken? Das nachweisbar erfolgreiche Programm wird inzwischen an vielen Schulen der skandinavischen Länder, in Grossbritannien, Deutschland und in der Schweiz eingesetzt.
Francoise D. Alsaker. Quälgeister und ihre Opfer. Mobbing unter Kindern - und wie man damit umgeht.
Huber, Bern, 2003.
Mobbing richtet sich systematisch gegen bestimmte Opfer. Dieses Buch ist weltweit das erste, das sich mit diesem Phänomen sowohl im Schul- als auch im Vorschulalter befasst. Ein erprobtes Präventionsprogramm und konkrete Umsetzungsempfehlungen werden detailliert und nachvollziehbar dargestellt.
Hans-Peter Nolting. Lernfall Aggression. Wie sie entsteht - Wie sie zu verhindern ist.
Rohwolt, 2005.
Ein Klassiker der Aggressionsforschung. Anders als die meisten Bücher zum Thema, die sich vorwiegend mit den Formen und Ursachen menschlicher Aggression befassen, widmet sich das vorliegende Grundlagenwerk in gleichem Maße den Möglichkeiten der Aggressionsverminderung.
Nolting gibt eine umfassende und übersichtliche wissenschaftliche Einführung in Formen und Ursachen von Aggression, erweitert jedoch in der Neuausgabe den Anwendungsbereich, indem er ausführlicher auf die Praxisfelder eingeht (Paarbeziehungen, Familie, Schule und Friedenserziehung im allgemeinen) und die einzelnen Ansätze zur Aggressionsverminderung stärker berücksichtigt.
Persönlichkeitsstärkung und soziales Lernen im Unterricht
Persönlichkeitsstärkung und soziales Lernen im Unterricht
Der Autor geht in der wissenschaftsbasierten Handreichung davon aus, dass:
- soziales Lernen den Aufbau positiver Beziehungen, die Fähigkeit, das eigene Tun zu reflektieren und andere wahr- und anzunehmen beinhaltet,
- soziales Lernen dazu beiträgt, miteinander wertschätzend, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst umzugehen,
- soziales Lernen ein integraler und wesentlicher Bestandteil des Unterrichts ist,
- soziales Lernen immer stattfindet.
Folgende Fragen werden u.a. praxisorientiert angesprochen:
- Welche Maßnahmen können getroffen werden, wenn beim Lernen das „Ich“ auf dem Spiel steht?
- Wie können Lernsettings gestaltet werden, um individuelles Lernen in der Klasse unter Leistungsaspekten zu gewährleisten?
- Welche Umstände erschweren die Förderung von Ich- und Sozialkompetenz?
- Wie kann eine Kultur des „Voneinander-Lernens“ im Kollegium aufgebaut werden, im Sinne eines Peerlearnings unter Lehrer/innen?
Wien, Februar 2008. ISBN 978-3-85031-099-4.


