Programme
Jedes der hier vorgestellten Programme
ist zum Einsatz für die jeweilige Zielgruppe geeignet und auch wirksam.
Im Sinne der Qualitätssicherung wird empfohlen, dass sich Aus- und
Weiterbildungen für KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen an diesen
Programmen orientieren, da sie strengen Qualitätskriterien
(z.B. Preiser und Wagner, 2003) entsprechen und ihre Wirksamkeit
mittels aufwändiger Evaluationsstudien unter Beweis gestellt haben.
Weitere Kriterien für die Auswahl der Programme sind folgende:
Hinsichtlich der Interventionsziele werden jene Programme vorgestellt, die ausdrücklich eine Reduktion von Gewalt oder Mobbing in der Schule anstreben oder positiv formuliert soziale Kompetenz fördern. Die theoretische Fundierung des Programms sollte auf dem aktuellen Stand der Forschung („state of the art“) basieren. Die Programme müssen bereits mehrmals durchgeführt worden sein, deren Wirksamkeit mittels wissenschaftlicher Evaluationsstudien belegt und in anerkannten wissenschaftlichen Journals publiziert sein. Zudem ist zentral, dass es sich um primärpräventive Programme mit systemischer Perspektive handelt, bei denen möglichst viele Zielgruppen (Schüler, LehrerInnen, Eltern) eingebunden werden.
Des Weiteren wurden auch Ausschlusskriterien festgelegt: Sekundär oder tertiär präventive Programme,
also Programme, die therapeutischen Charakter aufweisen, wurden
ausgeschlossen, da diese Interventionen nicht in das Aufgabengebiet von
Schulen fallen. Wesentlich für die Auswahl war auch der Zeitrahmen,
in dem das Programm implementiert wird. Da punktuelle und kurzfristige
Maßnahmen erwiesenermaßen nur kurzfristig Effekte erzielen, werden hier
nur solche Programme vorgestellt, die längerfristig in den Klassen- und Schulalltag implementiert werden und daher nachhaltig erfolgversprechend sind. Analoges gilt für die Auswahl der Kindergartenprogramme.
Aufgrund dieser Vielzahl an Kriterien werden einige vielversprechende
Programme, die im deutschsprachigen Raum entwickelt wurden, hier nicht
angeführt. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Programme bei
Vorliegen weiterer Evaluationsergebnisse in den nächsten Jahren für die
Durchführung an Schulen empfohlen werden können und zu der Liste
hinzugefügt werden.
Die Programme wurden hinsichtlich folgender Aspekte gegliedert:
- Zielgruppe (Kindergarten, Grundstufe, Sekundarstufe),
- Maßnahmen (Schule, Klasse, Peers, Einzelpersonen, Eltern),
- Dokumentation und Evaluation,
- Ressourcen (vor allem Kosten).
Eine überblicksartige Darstellung der Programme gibt es in dieser Tabelle.


