Start konkreter evaluierter Gewaltpräventionsprogramme an den Schulen
Die Initiative „Weiße Feder“ wird bei der Etablierung wissenschaftlich evaluierter Gewaltpräventionsprogramme in Schulen in einem ersten Schritt begleitet. Zwei wichtige Beispiele dafür sind die Programme „Faustlos“ für Volksschulen und „WiSK“ für SchülerInnen von 10 bis 16 Jahren.
„Faustlos“- Gewaltpräventionsprogramm in der Volksschule
Im wichtigen Alter von 6 bis 9 Jahren sollen durch die Aktion „Faustlos“ wertvolle Impulse gesetzt werden. Das Programm hat sich bereits in einzelnen Bundesländern bewährt und kommt nun bundesweit durch den Ankauf von 300 weiteren "Faustloskoffern" zum Einsatz.
300 "Faustloskoffer wurden schon vor Schulbeginn 2008/09 den
Volksschulen durch den Bezirksschulrat und die zuständige
Schulpsychologie übergeben.
Mit Schulbeginn stehen weitere 300 "Faustloskoffer" den Volksschulen zur Verfügung.
Die Zuteilung noch im Herbst 2008 für interessierte Volksschulen erfolgt wie bisher einvernehmlich durch den Bezirksschulrat und die zuständige Schulpsychologie. Einführende inhaltliche Informationen sind unter www.gewaltpraevention.tsn.at abrufbar.
Ziel des Unterrichtsministeriums ist, dass in zwei Jahren in 50% der Volksschulen das „Faustlos“-Programm erfolgreich eingesetzt wird!
„WiSK“ in der ersten Sekundarstufe
Eine zentrale Maßnahme von „Gemeinsam gegen Gewalt“ ist das soziale
Kompetenztraining „WiSK“, das mit dem Schuljahr 2008/09 startet. Eine
Grundlage für das Arbeiten in der Klasse stellt ein Manual dar. Weitere
Unterstützung wird von der Universität Wien durch ausgebildete Coaches
gewährleistet.
Zielgruppe des „WiSK“ sind 10- bis 16-Jährige SchülerInnen. "WiSK" ist
ein ganzheitliches Schulkonzept, das auf Schul-, Klassen- und
Individualebene ansetzt.
Es soll in dieser Altersgruppe eine umfassende Auseinandersetzung mit
dem Thema „Gewalt in der Schule“ ermöglichen. Das Ziel von „WiSK“ ist
die Reduktion des aggressiven Verhaltens unter der Perspektive der
Diversität.
Das Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation informiert über WiSK.
Soziale Arbeit in der Schule
Ab September 2008 starten Pilotprojekte „Soziale Arbeit in der Schule“.
Durch die stärkere Vernetzung von Schule und außerschulischem Bereich
(z.B. SozialarbeiterInnen) soll die Lernmotivation der SchülerInnen
gesteigert, Gewalt vermindert und die Anzahl der SchulverweigerInnen
gesenkt werden.
Im Rahmen eines ESF- Projektes „Soziale Arbeit in der Schule“ werden
Pilotprojekte auf Grundlage vorgegebener Kriterien ausgeschrieben
werden, in denen Schule und außerschulische Institutionen kooperieren.
(Gute Erfahrungen dazu gibt es bereits mit zahlreichen Projekten in den
Bundesländern.)


