Evidence-based practice Programme
Der Begriff „evidence based“ stammt aus dem medizinischen Bereich und bedeutet, dass Entscheidungen für therapeutische Behandlung auf Basis von bewiesener Wirksamkeit getroffen werden. In der psychologischen Interventionsforschung versteht man unter „evidence based practice“ Programmen, deren Wirksamkeit hinsichtlich der formulierten Zielkriterien erwiesen ist. Um die Wirksamkeit zu belegen ist eine wissenschaftliche Evaluation des Programms erforderlich, deren Ergebnisse in anerkannten wissenschaftlichen Journals publiziert sind. Die hier dargestellten Programme erfüllen diese Kriterien von "evidence-based practice" Programmen.
- Faustlos
- Be-Prox
- Verhaltenstraining im Kindergarten
- Das Friedensstifter Training
- WiSK
- Verhaltenstraining für SchulanfängerInnen
- Olweus Bullying Prevention Program
- ZERO
- Friendly Schools and Families
- Don’t suffer in Silence
Faustlos
FAUSTLOS versteht sich als ein Gewaltpräventionsprogramm, das auf die (Früh-)Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern abzielt. Zielgruppe sind Kindergärten und Grundschulen. Eine Version für die Sekundarstufe ist in Vorbereitung.
Be-Prox
Das Programm hat die Stärkung der Handlungsfähigkeit und Selbstsicherheit bei Lehrpersonen in der Mobbingsituationen zum Ziel. Zielgruppe sind KindergartenpädagogInnen sowie Lehrpersonen im Kindergarten und in der Schule (Grundstufe).
Verhaltenstraining im Kindergarten
Das Verhaltenstraining zielt auf die Verbesserung der emotionalen Kompetenz und der sozialen Informationsverarbeitung (bzw. sozialer Kompetenz) ab. Das Verhaltenstraining stellt eine universelle Präventionsmaßnahme dar, unabhängig vom Hintergrund und von der Risikobelastung der einzelnen Kinder.
Das Friedensstifter Training
Ziel ist der Erwerb neuer Handlungsstrategien im Umgang mit Konflikten durch Erweiterung der sozialen Kompetenzen. Weiters soll der konstruktive Umgang mit eigenen Emotionen durch Verbesserung emotionaler Fertigkeiten erlernt werden. Zielgruppe sind SchülerInnen der Grundstufe.
WiSK
Das WiSK-Programm ist ein theoretisch fundiertes und hinsichtlich seiner Wirksamkeit überprüftes Programm, das soziale und interkulturelle Kompetenz stärken hilft und zu einem positiven Miteinander in der Schule beiträgt.
Das WiSK Programm wird im Rahmen eines Projekts des bm:ukk in Kooperation mit der Universität Wien, Fakultät für Psychologie (Bildungspsychologie und Evaluation) und den Pädagogischen Hochschulen in den Schuljahren 2008/09 und 2009/10 an Schulen in Österreich implementiert.
Nähere Infos finden Sie unter
Verhaltenstraining für SchulanfängerInnen
Das Verhaltenstraining stellt eine universelle Präventionsmaßnahme dar, das soziale und emotionale Fertigkeiten vermittelt um so Problemen vorzubeugen. Durch das Einüben von positivem Sozialverhalten soll problematisches Sozialverhalten reduziert werden. Zielgruppe sind SchülerInnen der 1. und 2. Grundschule.
Olweus Bullying Prevention Program
Die Hauptziele des Programms sind die bestehenden Gewalttäter-/ Gewaltopfer-Probleme und ihre Entwicklung soweit wie möglich innerhalb und außerhalb der Schulumgebung zu reduzieren und idealerweise vollständig zu beseitigen, das Auftreten neuerlicher Vorkommnisse zu verhindern und bessere Schüler-Schüler Beziehungen innerhalb der Schule zu erreichen. Zielgruppe sind SchülerInnen aller Schulstufen.
ZERO
Das Erkennen, die Intervention und Prävention von Gewalt und Mobbing stellen die drei Grundziele des Programms dar. ZERO versteht Gewalt- und Mobbingprävention als Teil der Schulentwicklung, daher zielt ZERO darauf ab vollständig in das Alltagsleben und in die Organisation der Schule integriert zu werden. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten, Tagesstätten und Freizeiteinrichtungen.
Friendly Schools and Families
Das Programm hat die Verbesserung der sozialen Fähigkeiten und die Verminderung von Gewalt und Mobbing unter Jugendlichen zum Ziel. Als ganzheitliches Schulkonzept strebt es die Erhöhung der Bereitschaft von LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern an, Gewalt und Mobbing zu verhindern bzw. effektiv mit derartigen Vorfällen umzugehen. Zielgruppe sind Kinder zwischen 4 - 13 Jahren.
Don’t suffer in Silence
„Don’t suffer in silence“ stellt ein ganzheitliches Konzept dar, welches die gesamte Schule und auch die Familien (d.h., Schulleitung, LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, etc.) miteinbezieht. Methoden zur Identifizierung von Gewalt und Mobbing (Interviews, Fragebögen, Pläne des Schulgeländes um risikoreiche Orte festzustellen), Anti-Mobbing-Strategien sowie der Umgang mit Opfern und Tätern werden erläutert. Im Programm wird auf eine Vielzahl von Formen von Gewalt und Mobbing eingegangen: direktes – indirektes Mobbing, rassistisches, sexistisches, homophobes Mobbing und auch Mobbing mit neuen Medien.


